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22.06.2007  » zurück
Hamburger Auswahl wird Dritter in Kollnau bei Freiburg

Hamburger Auswahl wird Dritter in Kollnau bei Freiburg

Was für ein Wochenende. Haben die Jungs leider nicht einmal zusammen richtig trainieren können, so haben sie vor Ort ihre ganze Kraft zusammen gesetzt und sich in eine schlagfertige Truppe entwickelt.
Aus den möglichen vier Hamburger Vereinen wurden die Spieler zusammen gestellt.
Zusätzlich hatten wir noch einen Gastspieler aus Eckernförde Jan Patrick Bäte, der unbedingt mit seinen Freunden aus Hamburg zusammen spielen wollte.
Kannte man sich aus der Liga so war die Erwartung groß endlich mal wieder zusammen zu spielen. Galt der Kader mit ein paar wenigen Ausnahmen doch als die gleichen Spieler der letzten 3 Jahre.
So wichtig war diese Fahrt für die Spieler geworden und für viele auch die letzte Fahrt zu diesem Highlight, weil die Spieler im nächsten Jahr zu alt dafür wären.

Am Freitagmorgen um 6 Uhr ging es los auf die Fahrt durch die ganze Republik bis an die Französische Grenze. Einen kleinen Schlenker mussten wir über Hagen machen, weil dort unsere Auswärtigen Martin Kania und Marlon Czernohous sehnsüchtig auf die Jungs und Bus warteten.
Am Ende sind wir knapp 14 Stunden unterwegs gewesen.
Im Hotel angekommen, wurde erstmal der Trupp mit Essen versorgt und danach wollten alle zur Halle und auf die Rollen. Verrückt aber gegen den Willen solcher Jungs fügt man sich besser. In der einen Stunde Training gaben alle mächtig Gas und zeigten unglaubliche Bewegungen auf der Rolle. 14 Stunden im Bus, da braucht ein Hockeyspieler wohl Auslauf.
Die Halle in Kollnau war sehr klein und mit zwei, drei schnellen Schritten war man gleich am Ende der Halle angekommen. Also war Jedem klar, hier wird viel über den Kampf ausgetragen.

So starteten wir gleich gegen unsere Nord-Nachbarn der Auswahl aus Schleswig Holstein und wirbelten gleich richtig los.
Trotz der tollen Leistung erwischte uns der Nachbar gleich mit zwei Gegentoren.
Die Jungs total durcheinander musste erstmal von dem Coach runtergeholt werden und motivierte mit einer lautstarken Ansprache.
Mit einem klaren 7:2 gewann unsere Auswahl dann diese Partie.
In diesem Spiel machte Waldemar Schmidt gleich 2 Tore.

Danach ging es gegen die Auswahl von dem anderen südlichen Nachbarn aus Niedersachsen. Mit ganzen vier Blöcken und mit überwiegend Bissendorfer Juniorenbundesligaspielern war diese Auswahl bestückt.
Ein harter Brocken, doch unsere Jungs konnten locker mithalten und so verlief die Partie doch sehr spannend und war bis zum Ende hin ausgeglichen.
Trotzdem konnten wir unsere sauber raus gespielten Chancen nicht nutzen und wurden am Ende mit einem 4:5 leider geschlagen.

Weiter ging es gegen den Meister des letzten Jahres aus Bayern.
Bayern hatte zuvor schon die beiden Spiele verloren und so sollte ein Sieg auch für uns drin sein.
Auch hier wirbelten die Jungs mächtig über das Parkett und ließen mit 5:3 nichts anbrennen. Leider verletzte sich hier unser Gastspieler und brach sich den Mittelhandknochen, was wir aber erst nach dem WE erfahren haben.

Somit war die Pflicht getan und wir waren schon mal sicher weiter im Halbfinale.
Doch wollten wir nun auch die Kür bestreiten.

Also ging es weiter im letzten Spiel für uns an diesem Tag gegen den Abomeister aus Nordrhein-Westfalen.
Gecoach von dem Junioren Bundestrainer war auch dieses Team sehr gut eingestellt und spulten ihre Taktik runter. Aber auch dieses Jahr waren die NRWler nicht so stark wie sonst und haben nur ganz knapp gegen Niedersachsen 6:5 gewonnen.

Wieder pushte Coach Thomas Vieten die Hamburger Jungs nach vorne.
So wollte man endlich diesen Gegner mal schlagen.
Zwei Fernschüsse konnte unser Torhüter Florian Holst nicht halten, obwohl er so was normal mit verbunden Augen wegfängt.
Dann der Schreck für uns alle. Wieder ein Fernschuss von NRW und der traf Flo genau auf dem Kehlkopf. Florian rang mit der Luft und musste eine längere Pause an der frischen Luft verbringen. Aber Flo konnte weiterspielen und alle in der Halle haben aufgeatmet. Weiter ging es Richtung Tor von NRW und tatsächlich netzten wir ein. Bei der Passabgabe von Kapitän Marlon Czernohous auf Julian Meyer bekam Marlon einen üblen Kniescheck gegen den Oberschenkel und Marlon musste erstmal liegen bleiben. Eine unsaubere Aktion die leider nicht geahndet wurde und so ein bisschen kam das Gefühl auf, dass hier unser Topspieler absichtlich angegangen wurde.
Trotzdem fiel noch ein Tor von NRW, unserer Meinung nach, kullerte der Ball nach der Sirene ins Tor. Zur Halbzeit stand es 3:1 gegen uns.
Aber weiter geht’s, denn auch hier konnten wir locker mithalten. Mit viel Kampf machten wir mächtig Druck und NRW war davon auch sehr überrascht und hatte zeitweise kein Konzept mehr. Florian Holst war wie aufgeweckt und hielt sensationell unglaubliche Schüsse aufs Tor. Trotzdem konnten wir die Sensation nicht schaffen und verloren auch hier ganz knapp mit 3:4 in einem sehr spannenden Spiel.

Sehr erschöpft fuhren wir in unser Lager Landgasthof Löwen in Buchholz und versorgten die Blessuren.
Ein sehr leckeres Essen wartete auch wieder auf uns und in einer lockeren Runde spulten wir den Tag nach mal ab.

Am nächsten Tag wurde das Lazarett noch mal durch unsere gute Seele und Betreuerin Bozica Raabe fast schon fachmännisch versorgt.
Das Hotelzimmer glich einem Massagestudio oder Arztpraxis.

Gut gestärkt fuhren wir dann zur Halle, um unser letztes Vorrundespiel gegen die Spielgemeinschaft Baden-Württemberg anzutreten und dort auf den dritten Platz vorzustoßen.
Denn sollten wir vierter bleiben, müssen wir im Halbfinale gegen den Abomeister ran, der im ersten Spiel des Tages unsere Nordnachbarn mit 7:0 geschlagen haben.

Mit Baden-Württemberg haben wir letztes Jahr schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht, denn in Königsbrunn mussten wir leider um Platz 3 als Verlierer vom Platz gehen.
Das war noch in den Köpfen der Jungs drin.
Doch viel wird über dieses Spiel nicht geschrieben, denn wir haben eine unterirdische Vorstellung abgegeben und waren wohl noch in der Kabine.
Mit einem sauberen 0:4 durften wir die Fläche verlassen und uns den Spott der BWler anhören.

Abgehackt und so durfte BW gegen Niedersachsen ran und wir halt gegen die Jungs vom Bundestrainer.

Niedersachsen bezwang ihren Gegner mit einem knappen 3:1 und wir mussten leider auch uns mit 1:6 gegen NRW geschlagen geben.
Also leider kein Traumfinale Hamburg gegen Niedersachsen, sondern das Rückspiel um Platz 3 gegen die schwarz gelben aus Baden-Württemberg.

Zuerst aber noch konnten wir das Spiel um Platz 5 und 6 anschauen.
Die Auswahl von Bayer musste gegen unsere Nordnachbarn Schleswig-Holstein ran.
Wahnsinn wie diese Jungs mit Kampf die Auswahl aus Bayern im Griff hatte.
Und so gewann die Nachbarn mit einem lockeren 6:4 und sicherten sich diesmal den Vorletzten Platz.

Nun mussten wir ran zu unserem letzten Spiel bei diesem Länderpokal.
Sehr verhalten ging die Partie los und kein Team wollte ein Fehler machen.
Doch unsere Kampfsau Martin Kania fasste sich ans Herz und schob den Ball unter dem Schoner durch zum 1:0. Was für ein Jubel. Wunderschön passte Jan Patrick Bäte den Ball zu Martin. Das war auch der Halbzeitstand.
Weitergeht’s und alle Hochkonzentriert.
So war die Partie noch zu offen, also musste ein Tor her.
Das passierte auch.
Hinter dem Tor von BW gewann Martin Kania seinen Zweikampf und legte den Ball durch die Beine ab. Jan Patrick Bäte nahm den Ball mit und zog als Stürmerhase sofort vors Tor. Ein Gegenspieler versuchte noch den Ball abzuluchsen, doch Patrick umspielte galante den Ball um des Gegners Kelle und war auch damit am Torhüter vorbei.
Zähne zusammen beißen und mit sehr viel Schmerz durch den Mittelhandbruch zappelte der Ball im Netz. Was für ein Tor.

Nun musste das Traumduo des Turniers da mitmischen.
Marlon Czernohous kämpfte an der Bande um den Ball und gewann seinen Zweikampf. Sofort passte er blind auf die Kelle von Julian Meyer der etwas seitlich zum Tor stand. Ohne Anzunehmen zog Julian den Ball aufs Tor und wie im Daddelautomaten prallte der Ball lautstark von einem Pfosten zum anderen um dann im Tor liegen zu bleiben.
3:0 und BW sichtlich sauer. Denn so war der Sieg in der Vorrunde überhaupt nichts wert.
Also setzte der Trainer aus BW alles auf eine Karte und nahm in einem Gegenzug auf unser Tor den eigenen Torhüter raus. Bevor jedoch der neue Feldspieler auf Feld kam, war der Ball bei uns schon drin. 3:1 stand es nun.
Die Schwarz-Gelben hoch motiviert spielten weiter ohne Torhüter.
Es gelang uns einfach nicht, den Ball ins leere Tor zu versenken, stattdessen schlug es noch mal bei uns ein. 30sek. vor Ende der Spielzeit.
Die Hamburger Jungs total geschockt, nur Coach Vieten hatte die Ruhe weg und beruhigte. Es waren einfach zwei Glückstore die den Weg ins Netz gefunden hatten. Ein Drittes Tor wird es nicht geben, versprach der Coach und er behielt Recht.
Die Ganze Bank zählte die Sekunden runter und sprangen aufs Feld, um ihren Sieg beim Torwart zu feiern.
Doch Baden-Württemberg war so sauer, dass sie in der eigenen Halle nur den vierten Platz geschafft hatten und fingen an, unsere Spieler anzugehen.
Unschöne Szenen wurden nun auf dem Feld gezeigt und wurden zu Recht mit roten Karten bestraft.

Trotzdem kann uns damit keiner den Dritten Platz nehmen und die Freude in der Kabine war riesengroß.

Das Finale ging dafür unspektakulär klar für den Abomeister aus. Mit einem 9:0 wurde Niedersachsen Problemlos geschlagen. Zu wenig für die Bundsligatruppe.

Aber so war die Hockeywelt wieder in Ordnung und ein wunderschönes Wochenende geht für die Organisatoren und den Akteuren zu ende.

Dort in Kollnau wurde wieder gezeigt, dass es in der ganzen Republik sehr viele gute Nachwuchsspieler gibt die zusammen für Hockeydeutschland viel erreichen können.
Wir müssen nur genau schauen, dass es für solche Spieler weitergeht und gefordert werden.

Zu guter Letzt wurde Hamburg zum dritten Mal hintereinander der Pokal zum besten Torhüter überreicht.
Für Florian Holst der auch im ersten Jahr 2005 diesen Pokal einheimste, eine verdiente Auszeichnung seine Leistung in diesem Turnier.
Vielleicht ein kleiner Augenzwinker zum Bundestrainer!

Der Landesverband Hamburg (HERV) bedankt sich bei den folgenden Spielern für ihren Einsatz:
Florian Holst, Marlon Czernohous, Julian Meyer, Alexander Kähler, Florian von Raven, Jan Patrick Bäte, Martin Kania, Patrick Folkert, Rouven Quiehl, Tom Sachweh, Quentin Quiehl, Waldemar Schmidt und unseren jüngsten im Bunde mit nur 13 Jahren Matthias Kania.

Ihr seid Hamburg, macht weiter so.

Thomas Vieten



Endstand:

1. Platz: Nordrhein-Westfalen

2. Platz: Niedersachsen

3. Platz: Hamburg

4. Platz: Baden-Württemberg

5. Platz: Schleswig-Holstein

6. Platz: Bayern



Tabelle: (Vorrunde)

Platz Spiele S N U P T GT +/-
1 Nordrhein-Westfalen 5 5 0 0 10 30 10 20
2 Niedersachsen 5 2 1 1 5 14 12 2
3 Baden-Württemberg 5 2 2 1 5 13 16 -3
4 Hamburg 5 2 3 0 4 19 19 0
5 Bayern 5 1 3 1 3 15 17 -2
6 Schleswig-Holstein 5 1 3 1 3 12 28 -16


Samstag, den 16. Juni 2007
10.00 Uhr Baden-Württemberg - Bayern 4:1
10.45 Uhr Nordrhein-Westfalen - Niedersachsen 5:4
11.30 Uhr Schleswig-Holstein - Hamburg 3:7
12.15 Uhr Bayern - Nordrhein-Westfalen 2:4
13.00 Uhr Schleswig-Holstein - Baden-Württemberg 4:3
13.45 Uhr Niedersachsen - Hamburg 5:4
14.30 Uhr Nordrhein-Westfalen - Baden-Württemberg 10:1
15.15 Uhr Hamburg - Bayern 5:3
16.00 Uhr Schleswig-Holstein - Niedersachsen 4:2
16.45 Uhr Hamburg - Nordrhein-Westfalen 3:4
17.30 Uhr Baden-Württemberg - Niedersachsen 1:1
18.15 Uhr Bayern - Schleswig-Holstein 7:3

Sonntag, den 17. Juni 2007
10.00 Uhr Nordrhein-Westfalen - Schleswig-Holstein 7:0
10.45 Uhr Hamburg - Baden-Württemberg 0:4
11.30 Uhr Niedersachsen - Bayern 2:2
12.30 Uhr Halbfinale 1: Nordrhein-Westfalen - Hamburg : 6:1
13.15 Uhr Halbfinale 2: Baden-Württemberg - Niedersachsen : 1:3
14.00 Uhr Spiel um Platz 5: Bayern - Schleswig-Holstein : 4:6
14.45 Uhr Spiel um Platz 3: Baden-Württemberg - Hamburg 2:3
15.30 Uhr Finale : Nordrhein-Westfalen - Niedersachsen 9:0

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LLHH-Jun
29.08.2010
Flensborg I5
Huskies I3
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 » Topscorer
LLHH-Jun
1 Jensen, P. HUS I 34
2 Economou, E. HNTF 27
3 Danker, F. HUS I 25
4 Bolduan, H. HNTF 17
5 Dinser, B. HUS I 16
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 » Team FairPlay
LLHH-Jun
1 Huskies I 29
2 Flensborg I 31
3 HNT Flames I 32
4 SVNA Hamburg I 49
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